Pressemeldung

Stadtteil-Kurier – Weser Kurier, 08.05.2008

Im roten Würfel sehen die Gäste plötzlich grün

Mitmachausstellung lädt zum Entdecken und Ausprobieren ein

Von unserer Mitarbeiterin Birgit Krieger

NEUSTADT. Neugierig blickt Linn durch die gelb gefärbte Lupe. „Eigentlich ist alles gelb, nur der blaue Würfel nicht, der ist jetzt auf einmal grün“, sagt die Siebenjährige erstaunt. Die Mitamachausstellung „Das Gelbe vom Ei – Farbenrausch zwei“, die kürzlich im Museum Weserburg eröffnet wurde (wir berichteten in der Hauptausgabe), bietet viele solcher unerwarteten Entdeckungen.

Bei der Ausstellung dreht sich alles um das Thema Farbe. Erstmals kooperiert das Museum für moderne Kunst mit dem Verein kek-Kindermuseum für Bremen. Die Ausstellung war bereits in Teilen im Krankenhausmuseum Bremen zu sehen, doch nun wurde sie um einige Ansätze der Farbenlehre und die damit verbundenen Farbgesetze erweitert. Das Besondere: Die großen und kleinen Besucher können sich auf vielfältige Weise dem Thema nähern. Dabei steht das Ausprobieren, das hautnah Erleben und Entdecken im Vordergrund.

20 Stationen laden Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ein, auf Entdeckungsreise zu gehen. Da gibt es das Farblotto, den Regenbogenraum, den Farbtastkasten, das Farbklavier, die Farbwürfel nach Johannes Itten und vieles mehr. Einer der Höhepunkte sind die drei begehbaren Würfel, von denen jeder in einer anderen Farbe gehalten wurde. Hinter dem Vorhang, der den blauen Würfel vom Tageslicht abschirmt, haben es sich Erika Schnell und die Schwestern Katharina und Ulrike Helmke auf einem Wasserbett bequem gemacht. „Das ist total cool hier, ich könnte glatt einschlafen“, sagt Katharina. Die drei waren auch schon im gelben Würfel, dort haben sie es aber nicht lange ausgehalten. „Darin sieht man irgendwie so krank aus“, findet Erika. Und wer zu lange im roten Würfel bleibt, sieht plötzlich alles in grün – wegen der Komplementärfarben, haben die Jugendlichen herausgefunden.

Ein paar Meter weiter schiebt Gesine Brehmer einen gelben Holzwürfel in ein Loch, das orange umrandet ist. Das Loch daneben ist schwarz umrundet, auch dorthinein schiebt Amelie einen gelben Würfel. Nun vergleicht die Jugendliche, wie das Gelb zusammen mit der anderen Farbe wirkt. „In dem orangen Loch wirkt das Gelb irgendwie wärmer“, stellt die Schülerin fest. Das sah Johannes Itten ganz ähnlich, der einst herausfand, dass jede Farbe je nach Umgebung eine andere Wirkung hat.

Dass die großen und kleinen Besucher so viel Spaß an der Ausstellung haben, freut die Initiatorinnen Eva Vonrüti Moeller und Silke Rosenthal besonders. Die Museumspädagoginnen haben sich all die kunterbunten Stationen ausgedacht.

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