Pressemeldung

Stadtteil-Kurier - Weser Kurier, 04.02.2010

Vom Spiel mit dem Schatten

kek-Kindermuseum präsentiert interaktive Ausstellung mit zwölf Stationen in der Weserburg
von Sandy Bradtke

Neustadt Gröpelingen. Kniend sitzt der sechsjährige Max vor dem Fernseher, auf dessen Bildschirm sich rätselhafte Figuren bewegen. Gebannt schaut er sich den Silhouettenfilm an, den er gerade zuvor selbst produziert hat. Im Dachgewölbe der Weserburg gastiert zurzeit die Mitmachausstellung „Gestatten, dein Schatten!“ des kek-Kindermuseums.

Bei der Umsetzung des Silhouettenfilms hat zwar seine Mutter geholfen, die Fantasie für die Geschichte kam allerdings von Max: „In meinem Film haben sich zwei Pferde gestritten, dann sind sie über die Blume gerannt und der Riese hat dann die Blume gefangen. Am Ende hat der Riese dann mit dem Schmetterling und der Fee getanzt“, erklärt er.

Kinder glauben an ein Eigenleben

„Kinder nehmen von ihrem Schatten an, dass er ein Eigenleben hat“, erklärt Silke Rosenthal, eine der beiden Initiatorinnen, bei der Eröffnungsrede. Mal stehe er neben ihnen, mal ginge er hinter ihnen, er sei ihr ständiger Begleiter.Zusammen mit Eva Vonrüti Moeller hat Rosenthal ihre zweite Präsentation in die Weserburg gebracht. Die Schattenausstellung war bereits 2006 im Krankenhaus-Museum des Klinikums Ost zu sehen und ist die Fortsetzung der Ausstellung „Das Gelbe vom Ei! Farbenrausch zwei!“ die 2008 in der Weserburg gezeigt wurde.

Carsten Ahrens, Direktor der Weserburg, freut sich über das neuerliche kek-Projekt in seinen Räumen. „Die anwesenden Kinder mögen es mir nicht nachtragen, dass ich ´Zwerge´ zu ihnen sage, aber die Kleinen sind eigentlich auch Riesen mit ihrer Neugier, die sie entfalten“, wandte sich Ahrens direkt an die jungen Ausstellungsbesucher.

Zwölf Stationen zum Mitmachen

Zwölf Stationen, die zum Mitmachen einladen, sind im Dachgewölbe der Weserburg untergebracht. Die siebenjährige Greta und ihre gleichaltrige Freundin Kalina versuchen an der Schattenwand, mit ihren Händen Bilder auf die Wand zu bringen. Für Kalina ist das nichts Neues: Sie hat schon öfter mit ihrem Schatten gespielt. „Wenn ich auf dem Schulweg bin, versuche ich immer, auf den Schatten von meinen Freunden zu treten und ihn zu fangen“, erzählt sie.

Für Greta ist das Spielen mit Schatten dagegen ein ganz neue Erfahrung. Sie hat noch nie den Schatten ihrer Hand mit einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle an die Wand geworfen. Ganz aufgeregt blickt sie sich um und weiß gar nicht, wo sie zuerst hingehen soll. Dann verschwinden die beiden Mädchen im Geschichtenerzälzelt. Dort kann man zwischen drei Geschichten über Schatten wählen und während des Hörspiels auf einem bequemen Sofa beobachten, was da an Figuren auf die Zeltwand projiziert wird. Auch ganz wichtig: Im Zelt haben die Kinder die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen, sich zu entspannen. Schließlich fordert ihnen die Ausstellung einiges an Aktivität ab. Etliche Spiele mit Schatten gibt es zu erleben, etwa das Handschattenspiel oder das Nachzeichnen der eigenen Silhouette. Und man kann lernen, wie sich bunte Schatten erzeugen lassen.

Ilka (sieben Jahre) aus Gröpelingen steht mit ihrer Mutter vor dem Schattenmeomory und hat gerade ein Bildpaar gefunden – ein Fahrrad und sein Schatten. Machmal muss man genau hingucken, weil die Silhouetten häufig verzerrt sind, je nach Lichteinfall und Hintergrund. Das macht Ilka kein Probleme. „Mir ist aufgefallen, dass die Schatten auch oft verschwommen waren. Wenn man genau hinguckt, merkt man sich das ja auch“, sagt sie, zieht weiter zur nächsten Station und versucht dort ihre Hände so zu formen, dass sie einen Windhund an der Wand zeigen. Ilka kennt sich auch schon ein bisschen mit dem ständigen Begleiter aus: „Zu Hause hab ich ein Buch mit Schatten zum Nachzeichnen.“

Ein Kindermuseum unterscheidet sich von einem herkömmlichen Museum vor allem dadurch, dass die jungen Besucher mit den ausgestellten Objekten experimentieren. „Das Prinzip beim Kindermuseum ist immer, dass die Kinder nach der Besichtigung in die Werkstatt gehen können und das Erlebte gestalterisch umsetzen können“, so Silke Rosenthal. Hier ist es so, dass die Werkstätten gleich mit in die Ausstellung integriert sind um die Kinder vor Ort alles ausprobieren können.“ Mitarbeitern des kek-Kindermuseums stehen bereit, erklären und zeigen den Mädchen und Jungen die Stationen. Für Schulklassen werden Führungen angeboten.

„Gestatten, dein Schatten!“ ist bis zum 18.April in der Weserburg, Teerhof 20, zu sehen. Gruppenführungen werden montags …………

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