Pressemeldung

Stadtteil-Kurier – Weser Kurier, 03.03.2011

Kinder rappen Farbgedichte

Grundschule an der Freiligrathstraße setzt das Projekt „Das Gelbe vom Ei“ des kek-Kindermuseums in Szene

von Liane Janz

Schwachhausen. Farben schmecken, hören, riechen und fühlen – kurzum: Farben mit allen Sinnen erfahren sollten die Jungen und Mädchen der Grundschule an der Freiligrathstraße. Dort war das „kek Kindermuseum“ zu Gast und verwirklichte mit allen Schülern und Lehrern die Projektwoche „Das Gelbe vom Ei! Schule im Farbenrausch“.

Nach einer Fortbildung für die Lehrer waren die Kinder eine ganze Woche an 15 Mitmach-Stationen und in zwölf Workshops aktiv. Was sie dabei alles erarbeiteten, präsentierten die Jungen und Mädchen am Abschlusstag ihren Familien und Verwandten in einer Bühnenshow und einer Ausstellung.

Jeder Tag stand im Zeichen einer anderen Farbe. Die Kinder trafen sich jeden Morgen in dieser Farbe gekleidet in der Aula, um den Tag gemeinsam zu beginnen. „Als ich an einem Tag in die Aula kam und die Kinder alle in Gelb und Orange im Kreis saßen, hatte ich das Gefühl, die Sonne geht auf“, beschrieb Schuldirektorin Silvia Heidmann-Abée ihren Eindruck. Dagegen wirkte am Tag, als Schwarz und Grau an der Reihe waren, die Stimmung deutlich gedrückt. „Daran haben wir gemerkt, wie Farben unsere Stimmung beeinflussen können“, so die Direktorin.

Nach dem morgendlichen Treffen widmeten sich die Schüler ihren Arbeiten an den Stationen oder in den Workshops. Dort wurden beispielsweise Masken nach Vorlagen gebastelt, die später beim Maskentheater „Farben des Alltags“ zum Einsatz kamen.

Mit dem Maskentheater wollten die Kinder Farben in Bewegung erleben. Sie bauten und kleisterten die überdimensionalen Gesichter und zeigten ein Szenenspiel, in dem es unter anderem um Einsamkeit ging. Gesprochen wurde dabei nicht. Die kleinen Protagonisten agierten zu Liedern und Melodien, die die Handlung und Emotionen transportieren sollten.

Spielerisch Farbenlehre lernen

Eine andere Schülergruppe schreibt rote, gelbe, grüne und blaue Gedichte und rappte diese zunächst für eine Tonbandaufnahme und später live vor dem Publikum. Die Kinder zeigten außerdem farbige Tänze, eine Lesung und verarbeiteten Farben in ihren Konzerten. „Basis der Projektwoche war eine zirka 400 Quadratmeter große interaktive Ausstellung in der Weserburg“, erzählt Silke Rosenthal vom kek Kindermuseum. Einen Teil dieser Ausstellung brachten sie und ihre Kollegin Eva Vonrüti Moeller in die Schule mit, wo sie im Laufe der Arbeit an den Stationen und in den Workshops erweitert wurde.

Mit dem Farbenrausch-Projekt möchte das Kindermuseum Kindern Farben begreifbar machen und sie bereits im frühen Alter spielerisch in die Farbenlehre eintauchen lassen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn an verschiedenen Orten in der Schule waren sogenannte Farbduschen in den Grundfarben Rot, Gelb, Blau und Grün eingerichtet. Dort konnten sich die Kinder ganz in der jeweiligen Farbe kleiden und sich unter den farbigen Baldachin ganz der Farbe hingeben.

Die Kinder und die Schulleiterin waren begeistert von dem Projekt und seinem Ablauf. „Mich hat in der ganze Woche kein Kind gefragt, wann es denn wieder normalen Unterricht geben darf“, so Silvia Heidmann-Abée. Das klingt erst einmal nicht so ungewöhnlich, sei aber bei anderen Projekten durchaus schon vorgekommen. Viele Kinder spendeten sogar jeden Morgen „Hosentaschenschätze“ in der Farbe Tages. Die Schule pflegt seit anderthalb Jahren Kontakt zum Kindermuseum. Durch die Unterstützung des Schulvereins ist die Projektwoche nun zu Stande gekommen.

Auch die Eltern haben aktiv mit angepackt. Sie haben vor der Projektwoche mit ihren Autos und Transportern Material und Utensilien herangefahren und dann dem Lehrerkollegium beim Aufbau geholfen. Die Arbeiten, die im Rahmen der Projektwoche entstanden sind, bleiben in der Schule. Was die Kinder gebastelt haben – wie zum Beispiel die Masken – durften sie mit nach Hause nehmen.

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